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MARSEILLE. Die europäische Kulturhauptstadt ist gut unterwegs. Am vergangenen Samstag (2. März) ist eine Novität mehr zu bestaunen. Der berühmte Vieux-Port – Anlaufstelle für jeden Marseillebesucher – wo die die Fischverkäufer/innen ihrer Arbeit nachgehen ist um ein architektonisches Kleinod bereichert worden. Der englische Architekt Norman Forster hat 1000 Quadratmeter hochpolierten INOX-Stahl zu einem tiefdunkel glänzenden und spiegelnden „Himmel“ über dem Vieux-Port gespannt. Ein Schattenspender der exquisiteren Art, der europäischen Kulturhauptstadt angemessen. Die Marseiler/innen freuen sich.

Der ganze Bereich des Vieux-Port und auch des Panier-Viertels sind seit rund einem Jahr Baustellen. Die Verkehr um den „Alten Hafen“ sollte vor allem um 50% reduziert werden. zwei Drittel der Fläche an den Quais stehen nun den Fussgängern zur Verfügung. Mehr als doppelt soviel wie bisher.

Und Norman ForsterIMG_5637, der Schöpfer des neu gestalteten Vieux-Port, hat erfüllt, was die Marseiller/innen von ihm erwarteten, einen „Schattenspender“ (L’Ombrière). Wenige Schritte von den Abfahrtsplätzen der so genannten Navettes, kleine Boote, die die Menschen zum Chateau d’If oder zu den Frioul-Inseln führen, hat Forster das 1000 m2 große Monument aus hochpoliertem Inox-Edelstahl installiert, in dem sich die Fassaden ebenso spiegeln, wie alles was auf dem Boden des Vieux-Port geschieht. Die neue Platzgestaltung ist am vergangenen Samstag in Anwesenheit zahlreicher politischer Prominenz eröffnet worden.

Kein Wunder, beim einem Budget von 45 Millionen Euro, die der Stadt Marseille, dem in Entwicklung befindlichen Stadtverband namens Marseille-Provence-Metropole (MPM) und der Region zur Verfügung stehen. Und das für die erste Phase, wie der Projektplan beschreibt, denn bis 2020 wird das „Grand Centre Ville“-Projekt realisiert, für das weitere 40 Millionen vorgesehen sind. Die Neugestaltung des Vieux-Port ist der Auftakt für ein vieldimensionales Stadterneuerungsprojekt, in dessen Rahmen das Zentrum der Metropole Marseille-Provence neu entstehen soll. Nicht nur 3400 Gebäude sollen in diesem Zeithorizont renoviert werden, sondern zudem soll eine Reihe von Parkanlagen der Metropole Marseille ein „grünes Antlitz“ verleihen, was im Moment noch weniger der Fall ist.

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