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frere-roger - Arbeitskopie 2Am 16. August 2005 ist der Gründer und Prior der Brüdergemeinschaft von Taizé im Abendgottesdienst der Gemeinschaft durch die Messerstiche einer rumänischen Frau ums Leben gekommen. Er stand im 91. Lebensjahr. Sein Werk ist die Folge der konsequenten Realisierung (s)einer Lebensberufung. Frère Rogers persönliches Zeugnis, gehören wie sein Denken und sein Werk – die Communauté de Taizé – gehören zu den grossen und bedeutsamen Wegweisungen für die Menschen ins 3. Jahrtausend. 

„Heutzutage kann und darf ein Christ nicht unter den Nachzüglern der Menschheit und ihren vergeblichen Gefechten finden. Dort darf ein Christ nicht stecken bleiben.
Im Kampf um die Vernehmbarkeit der Stimme derer, die im Verborgenen leben, um die Stimme derer, die keine Stimme haben, im Kampf um die Befreiung jedes menschlichen Wesens, muss sein Platz in der ersten Reihe sein. Und gleichzeitig stehen die Christen – auch wenn sie umgeben sind vom Schweigen Gottes – unter dem Druck einer essentiellen Realität: Der Kampf für und mit den Menschen findet seine Quelle in einem anderen Kampf, der immer schon tiefer eingeschrieben war in sein eigenes Kreuz, an jenem Ort, von keiner dem anderen ähnlich ist. Dort berührt er die Pforten der Kontemplation. Kampf und Kontemplation: Wird unsere ganze Existenz – eingespannt zwischen diesen beiden Polen – ganz und gar ihren Platz finden?“

(aus: Frère Roger, Lutte et contemplation. Presses de Taizé, 1973. Übersetzt von W. Buder)

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