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Sumayas Brief ist jetzt etwa 5 Tage alt. Und Rose’s Gedicht (ich füge es am Ende ein) ist weit älter. Hier und dort, eigenartige Parallele, hinweg über Zeit und Raum – fast schon ‚ewig‘ aktuell – lese ich die Wörter und in die Zwischenräume hinein, lese die Zeilen und warte auf das, was sich zwischen ihnen zu erkennen gibt. Jetzt, wo die Waffen – in Gaza wenigstens – schweigen, ist die Stimme des Friedens, der Versöhnung, der Freundschaft wieder zu vernehmen.
Doch der Kampf geht weiter: Ohne Gewalt und in unbeugsamer, schmerzlicher Zuneigung zu Feinden_innnen und Freunden_innen, Gegnern_innen und Partern_innen. Denn diese Arbeit – die Profilierung der Realität – geht im aufrechten Gang vonstatten. Und – nicht zu vergessen – gemeinsam … wie Rose Ausländer (1901-1988) sagt:
 
Gemeinsam
Vergesset nicht
Freunde
wir reisen gemeinsam
besteigen Berge
pflücken Himbeeren
lassen uns tragen
von den vier Winden
Vergesset nicht
es ist unsre
gemeinsame Welt
die ungeteilte
ach die geteilte
die uns aufblühen läßt
die uns vernichtet
diese zerrissene
ungeteilte Erde
auf der wir
gemeinsam reisen

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