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Friedensradfahrt 2009NACHTRAG. Freude ist eine subversive Kraft. Zwischen Ostern und Pfingsten 2009 bin ich in einer Gruppe von sehr verschiedenen Leuten von Wien aus nach Jerusalem gefahren: Mit dem Fahrrad, FAST 4000 Kilometer und an die 25.000 Höhenmeter. Ich glaube, das was ein Schlüsselerlebnis. Zwei Bücher – von Joschi Mann und Dieter Zumpfe – sind zur Jerusalemfahrt erschienen. Beide benütze ich für meine NACHTRÄGE als Refrenzarbeiten für Orte, Zeiten, Ereignisse, die meine Emotionen und Impressionen „verorten“.

Und zwei Jahre später, im September 2011, führte die Friedensradfahrt des Internationales Versöhnungsbundes von Wien nach Sarajevo und in einer großen Schleife – in etwas mehr als drei Wochen –  faktisch durch das ganze Land. In der Folge dieser Reise habe ich mir ein Herz gefasst und bin als Solist von Mostar über Medjugorje, Neum und der dalmatinischen Küste entlang bis ans Ende der Insel PAG, nach Novalija geradelt. Die Erlebnisse und Erfahrungen beider Reisen haben mich tief berührt. Über Pfingsten im letzten Jahr 2012 habe ich mit meinem Freund Dieter Zumpfe eine kleine Tour von Bregenz aus unternommen; wir sind ins Lasalle-Haus nach Bad Schönbrunn bei Zug/CH geradelt und haben über Pfingsten an einem Treffen von Jerusalem-Pilgern teilgenommen. Eine wunderbare Erfahrung der Begegnung mit einer schönen Rad-Pilgerfahrt von Bad Schönbrunn nach Maria Einsiedeln, quer durch die unerhört schöne schweizerische Landschaft. Im Sommer 2012 schließlich bin ich die Friedensfahrradtour der DFG/VK – Bayern mitgefahren. Vom München bis nach Lindau und hinunter nach Überlingen und Konstanz, wo die Tour zu Ende war. und auf der schweizerischen Bodenseeseite. Und schließlich krönte im Juni 2012 die Radreise von Chalon-sur-Saone über Dole, Besançon, das Vallée de Doubs nach Montbeliard, Basel, Schaffhausen den Radlersommer.

Es ist viel Zeit vergangen. Doch kaum ein Tag vergeht, ohne dass mir ein Bild, ein Geräusch, ein Name, ein Klang, ein Name oder ein Gesicht  nahe kommt.  Die Freude lässt mich nicht in Ruhe, fragt und bewegt mich, hält mich in Bewegung. So habe ich mich entschlossen, diesen Blog anzufangen. Ich glaube, dass es die Freude des Pilger(n)s ist, die ich spüre und der Schmerz des Sein-Lassens, wenn man bleibt – und lernt, neu zu lesen, die Notizen von ehedem, eingeschrieben  in den Archiven des Körpers und den Pfaden zu folgen, die das Herz mir bewahrt hat.

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